Sonntag, 9. November 2014

Der Tag, der mein Leben veränderte

Ich weiß nicht wie es euch geht. Für einige von euch wird dieser Tag wahrscheinlich gar keine Bedeutung haben. Mit Sicherheit geht es denen so, die nicht in Deutschland zu Hause sind.

Für mich ist der 9.11.1989 einer der wichtigsten Tage in meinem Leben. Nicht nur weil ich Zeitzeuge eines historischen Ereignisses war, sondern weil er für mich persönlich von großer Bedeutung war und ist.

Deswegen würde ich mich wirklich freuen, wenn ihr euch die Zeit nehmt und den Post bis zum Ende durchlest auch wenn er lang ist. Weil er mir so am Herzen liegt.

Ich kann mich noch genau an diesen Tag erinnern.
Zunächst haben wir ihn verschlafen.
Ich war an dem Abend bei der Jungen Gemeinde und als ich nach Hause kam, schlief meine Mutter vor dem Fernseher - ich bin dann gleich ins Bett gegangen.

Es war die Zeit der Montagsdemonstrationen - auch in Berlin.
Eine Zeit in der so viele Menschen sich auf den Weg nach Ungarn oder nach Prag gemacht hatten um von dort aus in den Westen zu kommen. Was ich übrigens, bei aller Kritik an diesem Verbrecherstaat DDR bis heute nicht verstehe. Wahrscheinlich deswegen, weil ich schon immer sehr heimatverbunden war und niemals meine Familie hätte zurücklassen können. 


Wie dem auch sei. Mein Vater war an diesem Tag zufälliger Weise gerade in West-Berlin, zur Silberhochzeit seiner Cousine und ich durfte bei meiner Mutter im Ehebett schlafen, was ich offenbar auch noch mit 15 Jahren gerne mal getan habe :-)

Als der Wecker klingelte habe ich ich das Radio angemacht und wollte total verpennt ins Bad schlurfen. Meine Mutter war schon zur Arbeit gegangen.
Plötzlich diese Meldung „gestern Abend wurden die Grenzübergänge geöffnet.... Menschen stehen auf der Mauer...“ und auch heute – 25 Jahre danach - jetzt wo ich das hier schreibe, habe ich noch eine Gänsehaut.

Damals jedenfalls sickerte diese Info langsam in mein Gehirn und als sie dort ankam, habe ich gejubelt, bin euphorisch durch die Wohnung gesprungen, habe gelacht und geweint gleichzeitig. Dabei kamen mir die Worte meines Vaters in den Sinn, die er immer zu mir gesagt hatte : „Ich verspreche dir, dass du nicht warten musst bis du in Rente gehst um in den Westen reisen zu können.“

Ich bin damals so schnell ich konnte zur Schule geflitzt um zu höre was die anderen dazu sagen würden. Einige waren in der Nacht schon auf dem Ku`dam. Was für eine absolut unvorstellbare Sache. Nachmittags habe ich mich dann mit meiner Mutter auf den Weg zu meinem Vater und dessen Cousine gemacht. An den Grenzübergängen bildeten sich kilometerlange Schlagen. Und wenn wir im Osten eins gewohnt waren, dann war es Schlange stehen...

Die Menschen hatten Sekt dabei – woher auch immer. (Wahrscheinlich gebunkert für Ommas nächsten Geburtstag :-) und haben glücklich miteinander angestoßen. Wie viele Menschen an diesem Abend auf den Beinen waren. Unvorstellbar! War von euch schon mal jemand in Las Vegas? Wenn sich abends die Massen den Strip hochschieben? So ungefähr war das, eigentlich noch „schlimmer“ Wir konnten es überhaupt nicht fassen - jedenfalls nicht an diesem Abend.


Wie froh bin ich heute, dass meine Kinder nicht in einem Staat groß werden in dem der erste Schultag nach den Sommerferien in Pionier oder FDJ-Kleidung mit einem Fahnenappell beginnt. Bei dem die Pioniertleiterin ins Mikrofon brüllt „Für Frieden und Sozialismus seid bereit!“ Und die braven Pioniere kollektiv den Pioniergruß ausführen müssen um dann im Chor zurückbrüllen „Immer Bereit!“

In dem perverse Stasi-Schweine mit gemeinsten und perfiedesten Methoden Menschen überwacht, erpresst und gefoltert haben. Wo sich beste Freunde oder gar Ehepartner freiwillig oder unter Zwang gegenseitig überwacht haben. Wo jedes kritische Wort und jeder kritische Gedanke an die Staatssicherheit weitergeleitet wurde. Wo Kinder zwangsadoptiert wurden, weil die Eltern bei der Planung oder Durchführung einer „Republikflucht“ erwischt wurden. Die Kinder wurden ihnen dann einfach weggenommen und kamen in linientreue Familien.

Ein Staat in dem Menschen die in die Kirche gegangen sind und die Konfirmation hatten und nicht (nur) Jugendweihe so wie ich, immer von den Lehren schief angesehen und geächtet wurden und schon mal per se unter Generalverdacht standen. In dem Kinder deren Eltern einen Ausreiseanrag gestellt hatten unverzüglich und konsquent aus dem Klassenverband ausgeschlossen wurden und nicht mehr an gemeinsamen Aktivitäten wie z.B. Fasching teilnehmen durften.

In dem Kinder, vom Babyalter an durch die sozialistische Gehirnwäsche gespült wurden. Die ersten Bilder die wir im Kindergarten gemalt haben, waren Mainelken und DDR-Fahnen. 


Natürlich nicht ausschließlich, aber immerhin.
Ich erinnere mich genau an die das erste Gedicht, 
das wir in unser Schreibheft schreiben mussten.


Ja, der 1. Mai – Tag der Arbeit. 
7. Oktober – Republikgeburtstag. 
16. Januar – Sterbetag von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht 
und nebenbei gesagt saukalt. Ein „bedeutender“ Tag für jeden DDR-Bürger, zumindest in Berlin. Da hieß es ab zur Demonstration und zwar flotti-galoppi. Jeder der laufen konnte, wusste seinen Sammelpunkt und hatte dort pünktlich zu erscheinen. Und wehe du bist nicht angekommen und hattest dafür keine ausreichende Entschuldigung (z.B. Streckverband oder den eigene Tod)... 
Es wurden strenge Anwesenheitslisten in den Schulen geführt...
Also wenn ihr uns damals kopfschüttelnd am Fernseher gesehen habt, wie wir brav dem Genossen Honecker gehuldigt haben und dabei dachtet, die Ossi´s haben doch echt ein Ding an der Klatsche, so muss ich euch sagen, es war nicht freiwillig. Bei den Meisten zumindest.

Diese ganze Gehirnwäsche hat natürlich Früchte getragen, die bis in die heutige Zeit reichen. Ich hatte das Glück ein kritisches Elternhaus zu haben und damit ein gesundes Gegengewicht zu dieser Verblendung. Ich weiß auch, das durch die Pionier und FDJ-Organisation der Zusammenhalt gefördert wurde. Aber um welchen Preis ??? Die Reisefreiheit die wir nach der Maueröffnung endlich hatten war die eine Sache, aber viel wichtiger war doch die Freiheit im Kopf !!!!

Ich hatte eine sehr schöne Kindheit ganz unabhängig von dem politischen System und trotzdem untrennbar. Klar gab es im „Osten“ für mich viele schöne Erlebnisse und Erinnerungen aber es gab eben auch diese andere Seite. Und die war nicht gut. Sie war menschenverachtend.

Am Schlimmsten war für mich nicht, dass wir nicht reisen durfen oder das es wenig in den Läden zu kaufen gab. Viel schlimmer fand ich wie brutal Familien auseinander gerissen wurden. Sei es der Vater einer Freundin der nicht mehr von einem „Westbesuch“ nach Hause gekommen ist. Sei es die Mutter eines Klassenkamerden, die gänzlich den Kontakt zu ihren Eltern abbrechen musste weil sie mit einem Stasioffizier verheiraet war und die Eltern sich nicht von den Geschwistern in West Berlin lossagen wollten oder all die Söhne, Väter, Brüder die kaltblütig an der Mauer abgeknallt wurde usw. Da gab es unzählige Beispiele. Auf 180 „DDR-Bürger“ kam ein Stasispitzel. Das muss man sich mal vor Augen halten.

Das Schlimmste was dieses politische System, dieser Staat DDR den Menschen angetan hat war, dass jeder kontrolliert und vor allem manipuliert wurde. Die ganze „Fürsorge“ des Staates für seine Bürger (Krippenplätze bereits ab der 7. Lebenswoche, ab dann mussten die Frauen nämlich wieder zur Arbeit gehen, Kindergartenplätze, Pionier-und FDJ-Organisation, Jugedclubs, der Leistungssport...) dienten nur einem Zweck und zwar der Manipulation – und das von Anfang an. Diesbezüglich nehmen sich Sozalismus und Nationalsozialismus gar nichts. Beides waren schlimme Dikaturen, die völlig identisch waren, außer, dass die Kommunisten nicht so viele Menschen auf dem Gewissen haben.
Der Größenwahn ihrer Führungskräfte und die totale Überwachung ist beiden gleichermaßen eigen.

Und solange es auch heute noch eine Linkspartei gibt, mit Führungskräften aus den Reihen der SED wie z.B. Gregor Gysi (schlimme Stasivergangenheit) in einer demokratisch gewählten Regierung, kann ich keinen Frieden mit diesem Unrechtsstaat DDR machen.

Ich bin dankbar heute in einer Demokratie leben zu dürfen.


Dieses Bild hängt seit dieser Zeit bei meinen Eltern im Flur.

Liebe Grüße aus Berlin
Doreen


Kommentare:

  1. Liebe Doreen-
    Dein Post geht mir zu Herzen! Ich bin zwar im Westen aufgewachsen + kenne diese Sachen nur vom Hören - aber wie gut es uns im Westen ging habe ich mit 14 Jahren bei einem Chorbesuch in Halle erlebt- da waren wir in Gastfamilien untergebracht! Und mein Mann flüchtete 1952 mit Eltern + Schwester über Westberlin - nachdem seinem Vater Verhaftung bevorstand- die Enteignung war schon längst erfolgt
    !989 war ich in Bayreuth zur Kur und habe das Öffnen der Grenzen dort erlebt-
    ich werde es nie vergessen wie dieser Tag war! Über Nacht war die Grenze auf- wildfremde Menschen umarmten einen + weinten vor Freude!
    Es war sehr bewegent!
    Ich bin froh das wir- meine Kinder , meine Geschwister - das wir frei aufwaschsen durften und das heute Ost + West wieder eins sind!
    Und möge sich daran nie wieder etwas ändern!

    GLG
    elma

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  2. Hallo liebe Doreen,

    Dein heutiger Post ist sehr bewegend und lässt auch bei mir Gänsehaut aufkommen.
    Ich selbst bin zwar als Österreicherin nicht unmittelbar vom geteilten Deutschland betroffen gewesen, aber habe durch meine Arbeitskollegin und Freundlich deren fast gesamte Familie "drüben" eingeschlossen war immer
    sehr viel mitbekommen vom Leben " drüben" und natürlich auch von der Zeit unmittelbar vor und nach dem Mauerfall.
    Bei meinem Urlaub Anfang August in Berlin habe ich viele Gedenkplätze -
    besucht und war sehr, sehr bewegt! Ich durfte auch einen sehr netten
    Berliner kennenlernen der mir viel von diesen einem, alles veränderten Tag erzählt hat.
    Ich froh, dass dieses Unrecht ein Ende gefunden hat!
    Liebe Grüße und einen schönen Feiertag für Dich und Deine Familie,
    Ingrid

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  3. Dein Post spricht mir aus dem Herzenmtotal cool,ich finde deinen Beitrag spitze und sehr gelungen.
    Herzliche Grüße mit einem tränschen im Auge von Petra

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  4. Ein toller emotionaler Post. Ich kenne einen sehr lieben Menschen, der keine Möglichkeit hatte seinen Wunschberuf zu ergreifen. Wir haben uns schon oft darüber unterhalten. Alle Regime, die Menschen zwingen und unterdrücken sind falsch. Menschen, die dauerhaft manipuliert und überwacht wurden, sind auch Opfer. Danke, für deine bewegenden Worte

    Liebste Grüße zu dir :-)

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  5. Liebe Doreen.
    Dein Post gefällt mir.Ich habe Den Mauerbau mit erlebt.Bin eine echte Kreuzberger Göre.Wir haben damals Camping im Westen an der Zonengrenze von Kladow gemacht.Und ich habe den Fall der Mauer auch miterlebt.Ich war froh das es Wieder nur ein Deutschland gibt.Ich habe in diesen Jahren viel erlebt.Mein Vater wohnte in Berlin -Neuköln und arbeitete in Ostberlin.Er war eines Tages verschwunden.Später erfuhr ich dass er nach dem Mauerbau nach Ostberlin gezogen ist.Ich konnte das gar nicht begreifen.Er hat den Mauerfall nicht mehr erlebt.Und auch mein Mann leider nicht,der ist ein Jahr vorher verstorben.Meine Schwägerin wohnte früher in Cottbus mit meinem Bruder ,der bei meinem Vater lebte.Auch er ist kurz vor dem Mauerfall verstorben.
    Ich hoffe das es nie mehr so etwas in unserer Geschichte geben wird.Genauso wie Krieg.Das alles war schrecklich
    Viele Grüße nach Berlin und alles Gute für Dich und die Familie ,Christa-im Herzen noch immer Berlinerin.

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  6. Liebe Doreen,
    danke für diesen ehrlichen, bewegenden und sehr kritischen Post!

    Genau das, was du schreibst, die "Freiheit im Kopf" finde ich auch viel schlimmer, als wenn man nicht überall hin kann.
    Meine Mama ist ja in ehem. Ostberlin aufgewachsen. Mein Opa hat damals, kurz vor Mauerbau, scheinbar geahnt, was dort passieren würde und sie haben Stück für Stück heimlich Richtung Westberlin gebracht. Meine Mama wurde schon von der Schule befördert, weil mein Opa nicht in der Partei war etc., alles noch vor dem Mauerbau.
    Mich würde es gar nicht geben, wenn mein Opa nicht Richtung Westen gegangen wäre.
    Das ist auch für mich ein Tag, an dem man über viele Dinge nachdenkt, was Freiheit angeht.
    Was für mich ewig ein Rätsel bleiben wird: leben Menschen, die heute einen Herrn Gysi unterstützen, noch in einer verdrängten Vergangenheit?? Wollen diese Menschen nicht sehen oder können sie es nicht, weil die Gehirnwäsche nachhaltig noch heute funktioniert???

    Nachdenkliche Grüße
    Petra

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  7. ich, als Wienerin kann mich zwar dunkel erinnern, ABER ich muss gestehen, das was mir so wirklich in Erinnerung blieb ist, dass es "irgendwann", damals als die Mauer noch stand, ein Konzert auf der "anderen" Seite der Mauer stattfand, ich weiß nicht mehr wer auftrat, jedenfalls war ich über die Berichte, dass es dem Osten nicht gestattet war, zuzuhören, sehr erschrocken und ungläubig empört. Das, was das Fernsehen über den Mauerfall zeigte, verfolgte ich und ich freute mich, unbedarft und naiv sicherlich, nicht wissend um das Wirkliche ..
    Ich schicke dir liebe unbekannte, virtuelle Grüße
    Sophie

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  8. Liebe Doreen!
    Ich kann mich noch genau an diesen Tag erinnern. Bin zwar ein Westkind und eine Urbadenerin, aber meine damalige Freundin kam aus dem Osten geflohen. Daher habe ich durch sie relativ viel mitbekommen und ich war immer geschockt wie die Menschen dort hinter dieser grässlichen Mauer eingesperrt leben mussten. Auch habe ich es unfassbar gefunden, daß Brücken gesprengt waren, damit man nicht flüchten kann und dann diese schauderhaften Wachtürme. Hab das mit damals 17 Jahren zu ersten Mal live gesehen und habe damals beim Anblick geweint.
    Dann erst einige Jahre später als ich das erste Mal die Meldung im Radio gehört habe (das ja damals ständig in voller Lautstärke lief) dachte ich das ist bloß ein Traum. Ich war so baff und ich saß den ganzen Abend vor dem TV auch mit Sektglas in der Hand. Ich habe gerade, wenn ich das so schreibe das Lied von den Scorpions im Ohr. "Wind of Change"...
    Das Lied erinnert mich irgendwie bis heute an diese Zeit. Erst viele Jahre später war ich dann in Berlin. Ich hatte Gänsehaut als ich ein Reststück der Mauer berührte, denn was für Grausamkeit diese mit sich brachte war mir in diesem Moment noch einmal mehr bewusst.
    Dein Post ist heute daher sehr berührend und ich wünschte, dass endlich auch die Mauern der Vorurteile gegenüber den Menschen aus dem Osten des Landes einstürzen.
    Von meiner damaligen Freundin habe ich gelernt, dass man aus "Nichts" immer was zaubern kann. Sei es ums Kochen oder um sonstige alltägliche Dinge. Uff...jetzt aber gut!
    Wünsche dir einen schönen Sonntag
    ~ Susanne ~

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  9. Guten Morgen liebe Doreen,
    mir läuft es gerade wieder eiskalt den Rücken runter. Dein Post hat mich sehr berührt.
    Ich kann mich noch genau an den Sylvester-Abend nach der Wiedervereinigung erinnern. Wir haben mit ein paar Nachbarn bei uns gefeiert. Beim Feuerwerk haben so viele Menschen geweint, nur meine Nachbarin konnte das überhaupt nicht verstehen, dass uns beim Anblick der weinenden Menschen auch die Tränen liefen. Ich habe dann nur gesagt: sei du froh, dass du in Freiheit aufgewachsen bist!!!!!
    Wir kennen aber auch noch Menschen, die das alles toll in der DDR fanden.
    Ich bin so froh, dass du anders gedacht hast.
    Habt ihr heute euer Bloggertreffen?
    Ich wünsche dir einen schönen Sonntag.
    Liebe Grüße
    Tilla

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    1. Ich muss noch etwas schreiben.
      Mein Mann ist gesamtpolitisch sehr interrisiert. Er hat sich auch damals mit der DDR und dem Unrechtstaat beschäftigt. Er hat sich all die Jahre darüber geärgert, wenn der Satz fiel: "Es war nicht alles schlecht"! Natürlich, du hast in deinem Bericht die ganze Situation relativiert, und dafür gebührt dir ein großes Lob, dass deine Bewertung nicht oberflächlich war, sondern du bist in die Tiefe gegangen, was in der Regel nur die Menschen gemacht haben, die körperlich unter Staat (Gefängnis) leben mußten. Dein Bericht, der wirklich die Wahrheit wieder gibt, wäre es wert, als Lesebrief in alle Zeitungen veröffentlich zu werden.
      Das mußte auch mein Mann mal los werden.
      Liebe Grüße

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  10. guten Morgen, Doreen
    beim Lesen deines Berichtes bekam ich eine Gänsehaut!
    Ich hatte das Glück, auf der anderen Seite aufzuwachsen. Die innerdeutsche Grenze verlief keine 20 km von Göttingen und war sehr prägend für mich. Schon als Kind war ich darüber sehr traurig und machte mir sehr viele Gedanken über die Menschen hinter dem Drahtzaun.
    Vor 25 Jahren hatte ich in Witzenhausen, einem kleinen Städtchen ganz nah der innerdeutschen Grenze, gearbeitet. Leider habe ich von diesem Tag so gar keine Erinnerung mehr, war jedoch schon die Tage vorher durch die Berichte im Fernsehen sehr emotional aufgewühlt.
    Es ist doch sehr ergreifend, dass heute nach 25 Jahren die ganze Welt mit uns feiert und es berüht mich sehr.

    wünsche dir einen schönen Tag
    Regina



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  11. Ein wunderbarer Post, liebe Doreen
    Bin zwar aus dem Westen, aber seit 1975 bis 1990regelmäßig in Thüringen zu Besuch bei Bekannten gewesen und habe viel mitbekommen von den dortigen Verhältnissen.Du hattest und hast eine tolle Familie und bist selbst sehr charakterstark und sicher ein Vorbild für viele! Da kann ich Dich nur bewundern!
    Ganz herzliche Grüße
    Gardiana

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  12. Liebe Doreen,
    da ich ja auch aus dem Osten stamme, kann ich deinen Post gut verstehen...ich war damals noch recht klein...5 Jahre...aber ich erinnere mich noch gut an die "Bummi-Bücher"...muss mal bei meiner Oma auf die Suche gehen, ob sie die noch hat...Pionier war ich nicht mehr (Gott sei Dank)...da ich erst 1990 eingeschult wurde...und wir hatten eine ganz liebe Kindergärtnerin, und mussten keine Mainelken oder Ähnliches zeichnen... :) ...ich erinnere mich auch gut an Arbeitskollegen meiner Mutter, die mich quasi als Enkelersatz betrachteten...die hatten West-Verwandtschaft und immer Haribo im Haus...für mich war der Süß-Schrank von ihnen ein Paradies...ich weiß noch gut, dass ich die Lakritzschnecken geliebt habe...Da ich noch zu klein war um alles richtig zu verstehen, was damals so passiert ist, hat sich für mich die Welt nicht groß verändert, sondern einfach weiter gedreht...aber ich kann deine Worte gut nachempfinden...
    Ganz liebe Grüße
    Janine

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  13. Liebe Doreen,
    der 9.November '89 ist mir noch sehr gut in Erinnerung.Damals war ich 11 Jahre alt und meine Eltern machten sich an dem Abend noch mit mir im Trabbi auf den Weg zu Bekannten in die Rhön.Wir hatten trotzdem noch Todesangst an der Grenze und unser Auto bekam nach Grenzüberschreitung geich eine Sektdusche von den Menschen dort:)
    Unsere Bekannten waren ganz aus dem Häuschen und überrascht,als wir ankamen.
    Es wurde eine lange Nacht und wir waren alle überglücklich!
    An den Drill in der Schule kann ich mich auch noch gut erinnern mit Fahnenappell und Subbotnik.
    Ganz liebe und nachdenkliche Grüße von
    Kristin

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  14. Liebe Doreen!
    Mir geht dein Post sehr zu Herzen! Ich habe gerade Tränen in den Augen!
    Ich selber habe keinen Bezug zur ehemaligen DDR, mich aber so sehr gefreut, als die Mauer viel! Wir beide sind ja gleich alt, aber hatten eine Kindheit in anderen Systemen!
    Mein Mann hat 1982 als Achtjähriger seine Verwandtschaft mit seinen Eltern besucht. Es war für ihn eine Reise in eine andere Welt! Er hat so viele Fragen, die ihm keiner beantwortet...
    Nun wünsche ich dir einen wunderschönen Freudentag, liebste Grüße
    Deine
    Tanja

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  15. Die Zeit zum Lesen sollte man sich wirklich mal nehmen.
    Viel Spaß beim Bloggertreffen in BERLIN an diesem denkwürdigen Tag.

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  16. Liebe Doreen ...

    Das ist wirklich ein bewegender Post . So richtig vorstellen kann man sich das Leben sicher nur , wenn man es erlebt hat , oder Verwandte hatte .
    Bei den Dingen die man immer gehört hat und die Du ja auch beschreibst , läuft es einem eiskalt den Rücken runter .
    Um so mehr freue ich mich das es Dich gibt und wir uns ( leider bisher nur virtuell ) kennengelernt haben. Ich hoffe meine Mail ist noch rechtzeitig gekommen . Ich wünsche Euch jeden falls heute einen ganz tollen Tag und denke an Euch .
    Lass Dich drücken:)))
    Ganz liebe Grüße von der etwas ausgebremsten Antje

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  17. Liebe Doreen,
    ja für viele Menschen ist es eine negative Erinnerung die DDR.
    Wie die Menschen dort behandelt wurden, wenn sie nicht so
    funktionierten wie der Staat es wollte.
    Ich habe auch Erinnerungen an die DDR.
    Wir hatten Freunde die wohnten in der Gegend von Hof.
    Und wir sind als Kinder immer mit dem Fahrrad an die Grenz
    gefahren und haben rüber geschaut.
    Es sah alles immer grau aus so hatte ich es noch in der Erinnerung.
    Und ich habe es nicht verstanden, das in der DDR auch Deutsch
    gesprochen wird.
    Ist doch ein anderes Land! Ja so sind sie die Gedanken von Kindern.
    Schöner Post von Dir.
    Liebe Grüße Ursula

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  18. Liebe Doreen,
    ich habe mir natürlich die Zeit genommen deinen ganzen Post zu lesen!
    Es ist ein sehr persönlicher und berührender Post. Danke dafür!
    Ich selber bin ein Westkind ohne viele Berührungspunkt mit der DDR, aber ich fühle mit dir, wenn ich deinen Bericht lesen und all das Unrecht das dort geschehen ist. Niemanden mit einem Fünkchen Mitgefühl kann dabei unberührt bleiben.

    Liebste Grüße
    Nico

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  19. Hallo liebe Doreen,
    was du uns heute lesen lässt berührt sicher jeden sehr.
    Hier liest man automatisch zu Ende !
    Der Bruder meiner Oma durfte manchmal zu Besuch kommen, ich konnte es als ca. 11 jährige noch nicht so wirklich verstehen warum er nicht wie wir hinfahren durfte wo er wollte und sich rießig gefreut hat wenn er unsere aussortierten Klamotten und meine damals heiß geliebten zu klein gewordenen pinken Cowboystiefel mit nehmen durfte.

    Ja, zum Glück ist diese Zeit vorbei.

    Ich wünsche dir einen wunderschönen Sonntag.
    ♥ lich liebe grüße andrea.

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  20. Griaß Di Doreen,
    man mag es garnicht glauben, dass es das alles wirklich mal gab.... Wahnsinn!
    Ich hab Gänsehaut bei Deinem Post!
    Zum Glück ist das alles vorbei.....

    Dicken Drücker und ganz liebe Grüße
    Christine

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  21. Liebe Doreen, dass so was möglich war. Ich könnte grad weinen. Dass Familien nicht zusammen sein dürfen, weil es einem System nicht gefällt. Kinder werden einfach ihren Eltern weggenommen. Das ist ein Leid, das ist nicht mehr rückgängig zu machen. Ich finde Deinen Post sehr bewegend und er rührt an mein Innerstes, zeigt er doch genau auf, wie es den einzelnen ergangen ist. Und das ist das, was wirklich bewegt.
    glg Susanne

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  22. Liebe Doreen! ein wirklich herzergreifender und schockierender Post. Da ich in Österreich lebe und zu dieser Zeit noch nicht mal auf der Welt war habe ich das natürlich nicht wirklich mitgekommen. Ich kenne die Erzählungen von Menschen, die ihre Geschichte niedergeschrieben haben und was man eben über Fernsehen und Internet so erfährt. Diese Zeit damals muss schrecklich gewesen sein und man kann nur froh sein, dass es alles so gekommen ist, wie es jetzt ist. Dass dieser Tag für dich etwas ganz besonderes ist, kann ich gut verstehen. Denn du hast das alles live miterlebt und warst in einem Alter, in dem man sich noch entwickelt und erst erwachsen wird. Deshalb finde ich es toll, dass du dies alles gut überstanden hast und du jetzt bist wie du bist, denn ein solches Erlebnis und die Art so aufzuwachsen, prägt einen mit Sicherheit ein Leben lang.
    Danke, dass du uns deine Geschichte erzählt hast. Ich hatte Gänsehaut.
    Hab noch einen schönen Sonntag. ganz liebe Grüße, Martina

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  23. du hast es auf den punkt gebracht, liebe doreen. ich bin ganz bei dir!
    viele liebe grüße
    mickey

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  24. Liebe Doreen,
    ich werde jetzt gar nicht viel schreiben. Meine Gänsehaut muss erst verschwinden.
    Ich bin in Freiheit geboren, in Freiheit aufgewachsen und konnte mir nie vorstellen, wie es für die DDR-Bürger sein musste. Das einzige was ich weiß, ich hatte Väterlicherseits Verwandschaft im Osten die wir aber nicht besuchen durften. Die Grenzen blieben für uns verschlossen. Unser Name stand auf irgendeiner Liste.
    Ich freue mich aber das es die Mauer nicht mehr gibt und war damals mit Euch gefreut, allerdings konnte ich das alles nur am Fernseher verfolgen.
    Ich danke Dir, das Du Deine Geschichte mit uns teilst und das ich Dich (wenn auch nicht persönlich) kennenlernen durfte.
    Jetzt ist es doch mehr geworden
    Liebe Grüße
    Bettina

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  25. Liebe Doreen,
    ich bin im Westen geboren und groß geworden, kam das erste Mal mit der DDR in Verbindung, als wir eine entfernte Cousine meiner Mutter in Mahlsdorf besucht haben. Alleine die Reise mit dem Auto nach West-Berlin fand ich schon zum Kotzen....sorry, aber das Verhalten der Grenzbeamten war einfach nur einschüchternd und unmenschlich. Genauso wie dann an der Friedrichsstraße, an dem uns die Mutter der Cousine, eine Rentnerin in Empfang nahm.
    Was für mich so selbstverständlich war, gehen wohin man wollte, sagen, was man dachte, durfte ich an diesem Tage nicht. Man wusste ja nie, wer hört zu, wer sagt was weiter.
    Auch die Jahre danach, bis zum Mauerfall, war ich öfter im Osten Berlins, aber immer mit einem mulmigen Gefühl. Deswegen finde ich es heute so viel befreiender und einfach nur schön bei den Besuchen, wenn meine Jungs komisch schauen, wenn wir "Alten" zum Beispiel an der Bernauer Straße sagen, hier war die Grenze, hier sind die Leute aus den Fenstern geklettert. Zum Glück können sich meine Kinder das nicht mehr vorstellen und müssen es auch nicht mehr erleben.
    Danke Dir für den so persönlichen Post, ganz liebe Grüße
    Nicole

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  26. Ich hoffe du genießt grade. :-) Vielen Dank für heute und deine ehrlichen Worte hier im Blog.
    Liebe Grüße,
    Alice ♡

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  27. Liebe Doreen,
    ein sehr bewegender Post und eine Reise in die Vergangenheit.
    Ich bin ja nunmal ein Wessi und kannte die Grenze nur von einem Besuch in Berlin....und habe mich als Jugendliche wirklich gegruselt, durch die toten Ost-U-Bahnhöfe zu fahren.
    Auch eine Reise nach Polen auf der Transitautobahn ist mir in angespannter Erinnerung geblieben.
    Allerdings sollte man auch mal offen sagen, was Ihr "Ossis" uns "Wessis" voraus habt: die Gemeinschaft untereinander...die Menschen hielten zusammen....überlegten gemeinsam kreative Lösungen für fehlende Waren....man teilte die Dinge, die man hatte.
    Jedenfalls wird es mir so immer wieder von den Ostdeutschen berichtet...irgendwie hat einen die Angst vor dem Regime wohl auch zusammengeschweisst.
    Das war und ist hier im Westen einfach anders...jeder macht sein Ding und achtet nicht viel auf den Nächsten.
    Ich danke Dir für diesen persönlichen Rückblick auf einen ganz besonderen Tag!
    Liebe Grüße
    Smilla

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    1. Ja das stimmt, allerdings waren es natürlich auch Zweckgemeinschaften. Man musste enger zusammen rücken und zusehn, dass man überall Beziehungen hatten, damit man irgendwie zurecht gekommen ist. Ich weiß nicht wieviele solcher Freundschaften es bis in die heutige Zeit geschafft haben, wo das nicht mehr notwendig ist....

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  28. Liebe Doreen!
    Dein Post geht sehr zu Herzen. Ich bin ja auch ein "Wessi" und kann mich immer nur daran erinnern dass wir früher an um zig Ecken Verwande immer Päckchen geschickt haben.
    Darin waren dann für mich als Kind so langweilige Dinge wie Kaffee oder Nutella. Mit 10 oder 11 Jahren schwer zu verstehen, dass es irgendwo in Deutschland Leute gibt, die sich darüber unglaublich freuten.
    Heute haben wir ganz liebe Freunde in Brandenburg und haben dadurch so einiges erfahren, worüber Du auch gerade schreibst. Es ist wirklich immer wieder unvorstellbar was in diesem Staat stattgefunden hat.
    Ich drück dich ganz lieb aus der Ferne,
    Nicole

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  29. Ich bin zwar Österreicherin und war damals 18 Jahre alt, als die Mauer fiel, aber auch ich kann mich noch gut daran erinnern! Ich hab das ganze im Fernsehen verfolgt, und hab mich sehr sehr darüber gefreut, dass endlich die Mauer gefallen ist! Ich hab das damals als Kind nie so richtig verstanden, dass man nicht so einfach aus der DDR ausreisen konnte, und all die anderen Zustände in Ostdeutschland (Überwachungen, auf ein Auto sehr lange warten, alles nach Vorschrift,....). Ich konnte mir das Ganze nie so richtig vorstellen, musste schrecklich gewesen sein.
    Deinen Post finde ich sehr interessant geschrieben, verleiht einem wirklich Gänsehaut!
    LG Petra

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  30. Liebe Doreen,
    ich habe deinen Post schon kurz nach der Veröffentlichung gelesen, aber ich muss zugeben, ich musste den Text erst etwas sacken lassen.
    Ich hatte nie Verwandte im Osten und doch sind mir viele Dinge eingefallen, die ich als Kind so mitbekommen habe.
    Eine gute Freundin hatte Großeltern in der DDR wohnen und immer im November packte die Mutter meiner Freundin ein Paket. Alles wurde aufgelistet und es wurde peinlich genau drauf geachtet, dass auch nicht zu viel Kaffee oder Schokolade dabei war. Für mich als Kind war das damals völlig unverständlich.
    Mein Bruder hat lange im Harz als Zöllner gearbeitet. Direkt an der Grenze. Oft hat er erzählt, dass geschossen wurde, aber ein Mal haben er und sein Kollege auch einen Flüchtling gefunden. Er war damals sehr gerührt, wie sehr sich der Mann gefreut hat im Westen zu sein.
    Meine Eltern haben zu DDR Zeiten in Bulgarien ein Ehepaar kennengelernt. Sie hatten sich mit ihnen angefreundet und sie haben sie auch ein Mal besucht. Leider zerbrach die Freundschaft an diesem schlimmen Staat, denn jeder Brief wurde geöffnet oder kam gar nicht erst an.
    Wie froh können wir sein, das heute alles anders ist. Stell dir vor, wir hätten uns wohl nie kennengelernt, wenn auch bis lang nur per Blog, Mail und per Telefon. Das wäre aber wohl undenkbar gewesen zu Zeiten der DDR.
    Ich hoffe sehr, das du heute einen schönen Tag hattest und dein Treffen mit den Mädels genießen konntest. Zu gerne wäre ich dabei gewesen, aber beim nächsten Mal bestimmt.
    Ganz liebe Grüße und danke für deinen nachdenklich stimmenden Post
    Annisa

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  31. Liebe Doreen
    Dein Post geht mir unter die Haut.... Danke für diese eindrücklichen Zeilen.
    Einen gemütlichen Abend und einen guten Wochenstart wünscht Dir Yvonne

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  32. Liebe Doreen, gerade schaue ich die Feierlichkeiten am Brandenburger Tor und irgendwie sehe ich Dich dort stehen. Deinen sehr bewegenden Post hatte ich kurz vorher gelesen. Es hat mich sehr berührt, wie anschaulich du ihn geschrieben hast. Ich hatte eigentlich nie etwas mit der DDR zu tun. Habe mich aber, als die Grenzen damals aufgingen, so sehr für diese Menschen gefreut, die nicht das Glück hatten, in Freiheit zu leben. Immer schon war ich mir bewusst, dass ich doch einfach nur Glück hatte, auf der "anderen" Seite leben zu dürfen. Und genau so bin ich immer wieder dankbar, in diesem Land geboren zu sein. Wir leben in Freiheit. Uns geht es gut. Wir sind von Hunger und Elend verschont. Es herrscht Frieden. Noch ! Wir wollen uns alle wünschen, dass das so bleibt und darum den richtigen Menschen unser Vertrauen schenken, hierfür Sorge zu tragen. Zu der DDR hätte ich noch zu sagen. Wo sind die ganzen Stasi Leute denn heute? Wie viele von denen wurden nie zur Rechenschaft gezogen. Für Dich, liebe Doreen freue ich mich weil Du das Glück hattest, in einem Elternhaus aufwachsen zu dürfen, wie Du es beschrieben hast. Ich wünsche Dir einen schönen Familienabend und freue mich schon auf Deinen Bericht über "Dein" Bloggertreffen. Bis dahin alles Liebe - Linde

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  33. Als Schweizerin war mir das als Kind schon sehr fremd. Mit 700 Jahren Eidgenossenschaft haben wir hier oft ein anderes Denken, weil unsere Geschichte so anders ist.
    Trotzdem klebten wir am ybildschirm, hörten bei der Arbeit Radio und freuten uns unglaublich. Gerade auch, weil wir hier mit gebetet haben für die Veränderung.
    Danke für deinen Post! Es ist schön, deine Sicht der Dinge zu lesen
    Herzlichst
    yase

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  34. Liebe Doreen,
    natürlich hab auch ich deinen Post bis zum Ende gelesen und danke dir für diesen emotionalen und ehrlichen Bericht. Es mus wahrlich schlimm gewesen sein und ich denke wir können uns dies gar nicht wirklich vorstellen.
    Schön dass wir dich immer mehr kennenlernen dürfen !!!!
    gaaaanz <3liche Grüße von mir ;O)

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  35. Liebe Doreen,
    als die Mauer fiel, war ich 3 Jahre alt und da ich im schönen Bayern weit weg von einer Grenze aufgewachsen bin, hat mich das Thema nicht mal in der Schule so richtig interessiert. Man weiß schon so ungefähr, dass es mal ne DDR gab, aber was da bei euch so richtig abgelaufen ist, das wurde mir erst viel später so richtig klar!
    Ich konnte das dann garnicht begreifen, diese Ungerechtigkeit, erst mit dem Nationalsozialismus und dann, als dieser Alptraum eigentlich vorüber war, wird man in einem Land eingesperrt?
    Für mich ist das absolut unvorstellbar, dass die Leute das mitgemacht haben. Aber das meine ich nicht herablassend, sondern einfach nur deswegen weil ich mit Freiheit im Kopf aufgewachsen bin und für mich das absolut selbstverständlich ist, dass jeder tun (und Denken) kann was er will!!
    Durch deinen Post ist mir wieder etwas klarer geworden, wie das in der DDR war. Deine ehrlichen Worte sind absolut toll!
    Und warum die Linke nach wie vor viele Anhänger findet und nun so ein Aufschrei ist, weil Gauck Zweifel am Ministerpräsidentenamt äußert, ist mir völlig unverständlich!!! Heute an der Mauer wird geheuchelt und morgen werden die Linken wieder in die Spitze der Politik gewählt.
    Weil die Leute und vor allem viele aus meiner Generation keine Ahnung von der Wahrheit haben und sich vom linken Schöngerede blenden lassen!
    Aber schön, dass wir nun alle in einem gleichen Land leben und ich hoffe, das Bloggertreffen heute war recht schön :)
    Lg,
    Marli

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  36. Hallo,
    ich bin durch Zufall auf deine Seite gekommen und habe ganz konzentriert deinen langen und wahnsinnig interessanten heutigen Blog eintrag gelesen!
    Danke für so eine ehrliche Einschätzung der damaligen Situation!
    Spannend geschrieben! Als Westler kann man noch so viel lesen ( und ich lese wirklich viel), aber was es heißt, in diesem Unrechtsstaat gelebt zu haben, kann ich nur erahnen.

    ich les deinen Blog jetzt weiter :-))

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  37. Guten Morgen liebe Doreen
    Ich kann mich nicht an den Mauerfall erinnern. Ich war zu jung.
    Ich war jedoch mal mit meiner Familie in Berlin und wir haben dieverse Museen besucht. Das ist schon ganz tragisch und unvorstellbar, was da geschehen ist.
    ich finde deinen Post super. Sowas darf / soll hier auch Platz haben.
    Ich freue mich dich bald zu sehen.
    Gute Reise und bis bald.
    Herzlichst
    Gabriela

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  38. Liebe Doreen,
    ich kann mich noch gut an den Mauerfall erinnern. Ich war ja schon 19 :-)
    Dein Post hat mich zu Tränen gerührt und so oft passiert das nicht. Ich
    kann mich noch gut erinnern, als wir in der 10. Klasse in Berlin waren.
    Wir wußten ja, dass wir auch nach Ostberlin "dürfen". Und was wir da
    dann gemacht haben, war glaub zu dieser Zeit echt mutig. Wir haben
    zwei Jungs mit 19 Jahren in den Westen mitgenommen. Im Bus
    versteckt. Klar war das allea lange geplant und nicht mal die Lehrer
    haben irgendwas mitbekommen. In Westberlin wurden sie dann von
    der Verwandten abgeholt. Das war wirklich sehr, sehr spannend, jetzt
    im Nachhinein denk ich schon, dass das wohl echt gefährlich war, aber
    damals wars uns alle egal. Und das schöne ist, dass wir heute noch
    mit den Zweien Kontakt haben.
    Es ist schön, richtig und gut so, dass es jetzt alles so ist wie es ist!
    Glg Christiane

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    1. Das war wirklich mutig, denn der Schwager meiner Cousine (der damals in West-Berlin gewohnt hat) wurde dabei erwischt wie er jemanden mit seinem Auto in den Westen schmuggeln wollte Er saß dafür mehrere Jahre in Bautzen im Gefängnis. Und das war im Osten glaube ich echt nicht lustig. Schon gar nicht als politischer Gefangener.

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  39. Liebe Doreen,
    das ist ein sehr bewegender Post...Ich selbst hatte nie eine Verbindung zur ehemaligen DDR, weder durch Verwandte noch sonst irgendwie. An den Tag des Mauerfalls kann ich mich jedoch noch sehr genau erinnern...Für mich ist es unglaublich, was die Menschen dort 40 Jahre lang alles erdulden mussten und ich kann mir gut vorstellen, was es für dich bedeutet hat endlich "frei" zu sein. Danke, dass du deine Geschichte mit uns geteilt hast!
    Ich hoffe du hattest ein schönes Bloggertreffen!

    Wünsche dir einen guten Wochenstart
    liebe Grüße
    Petra

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  40. Liebe Doreen,
    vielen Dank für deine Worte zu den Ereignissen, für mich, die diese Zeit nicht miterlebt hat ist das immer sehr spannend und erschreckend gleizeitig zu lesen...
    WArst du gestern auch in Berlin zum Fest?
    Und ich hoffe dein Bloggertreffen war super!

    GAnz liebe Grüße
    Bella

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  41. Liebe Doreen,
    ich selbst bin im Westen groß geworden, aber wir hatten viele Verwandte "drüben" und sind regelmäßig nach Leipzig , Tröglitz und ins Erzgebirge gefahren. Diese Erinnerungen werden mich mein ganzes Leben begleiten, die schrecklichen Stunden an der Grenze, wenn sie meine Eltern "gefilzt" haben, wir Kinder schon Kilometer vorher nicht sprechen sollten, da alles abgehört wurde.....und so weiter. Im Sommer haben wir uns häufig in Ungarn getroffen....da konnte man sprechen wie es einem gefällt - ohne die Sorge, dass der "Falsche" zuhört. Dein Post heute hat mich sehr bewegt - ich weiß noch genau, dass ich damals Nachtdienst hatte und gebannt alles am Radio verfolgte - und ganz ungläubig nach Haus gefahren bin - nochmal den Fernseher anstellte und es erst dann richtig geglaubt habe....und wir uns alle endlich auch gegenseitig besuchen konnten!!
    Gut, dass alles so gekommen ist!!
    Liebe Grüße, Anke

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  42. Hallo Doreen,
    ich habe es im Fernsehen gesehen und damals war das alles sehr weit weg für mich. Da gab es eine Grenze und mir taten die Leute leid, aber so richtig vorstellen konnte ich mir das nicht. Das kam erst als die ersten von Drüben zu uns in die Schule kamen und erzählten. Es ist halt immer etwas anderes, ob man es selbst erlebt, nur von dritten erzählt bekommt oder von Jemandem der "live" vor einem sitzt. Danke, für Deinen tollen Bericht.
    LG
    Manu

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  43. hallo, Doreen,
    ein sehr bewegender Post, den Du heute geschrieben hast, und ich habe ihn gern zu Ende gelesen.
    Auch ich bin damals vor dem Fernseher gesessen, habe geweint, und mich soo gefreut. Ich konnte es schon als Kind nie verstehen, warum Menschen so grausam durch eine Mauer getrennt waren, und es den Menschen auf der "anderen Seite" nicht so gut ging wie uns.
    Ich weiß noch, dass meine Oma viele Päckchen zu Verwandten in die DDR geschickt hat.
    Danke nochmal für Deinen Bericht!
    liebe Grüße
    Gerti

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  44. Liebe Doreen,
    puh - das hat mich jetzt schon mitgenommen. Das war eine Zeit, die man sich heute einfach nicht mehr vorstellen kann.
    Ich finde es wirklich toll, dass Du so lebensnah davon berichtet hast.
    Als ich damals die Nachrichten hörte, traute ich auch meinen Ohren nicht. Alles war so unwirklich.
    Im Sommer, als wir in Berlin waren, haben wir uns so viele wichtige "Schauplätze" der alten Geschichte angeschaut. Das ging mir damals auch wirklich unter die Haut.
    Sei lieb von mir gegrüßt!
    Deine ANi

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  45. Liebe Doreen,
    ich habe alles gelesen!
    Ein wirklich bewegender Tag. Ich selbst 87 in der Nähe von Dresden geboren, habe nicht wirklich viele Erinnerungen an die DDR, aber meine Eltern und mein Bruder haben mir viel erzählt und nur weil die Wende war, haben wir auch nicht gleich alles weggeschmissen. Ich freue mich auch, dass wir nun in einer Bundesrepublik Gesamtdeutschland leben zu dürfen. Seid lieb gegrüßt und ich hoffe Eurer Bloggertreffen war toll.
    Liebe Grüße
    Fanny

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  46. Liebe Doreen,
    ich habe auch alles (sehr, sehr gerne) gelesen.
    Ein sehr bewegender Post - danke Dir für Deine ehrlichen Worte.
    Liebe Grüsse
    Nicole

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  47. Liebe Doreen,

    danke für deinen so persönlichen Post! Beim Lesen hatte ich Gänsehaut. Ich war damals genauso alt wie du, habe den Tag auch als etwas Besonderes im Gedächtnis, aber für mich aus dem Westen weit weg von der Ostgrenze doch ganz anders! Ich hab die DDR auch immer nur als unschön im Kopf. Meine Verwandten die nicht Reisen durften und die riesigen Pakete mit Kaffee, Schokolade, Kölnisch Wasser und Kleidung, die meine Oma immer zu ihrer Schwester geschickt hat ...!

    Ich kann mich an einen Ausflug nach Eisenach erinnern, wir haben mit unserem Jugendtreff einen Jugendtreff in Eisenach besucht, zu den ersten freien Wahlen ... war das alles komisch für mich. Ich habe damals 5 Mark in Ostmark getauscht und habe es nicht geschafft, 2 Mark davon auszugeben...

    Danke für diesen Post!

    Ganz liebe Grüße,
    kroetinchen

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  48. liebe Doreen,

    ich hab Deinen Post jetzt schon mehrmals egelesen und nachdem ich Dich Sonntag kennen lernen durfte hab ich noch viel mehr Gänsehaut beim Lesen bekommen ... Es war toll, Dich an diesem besonderen Tag, der Dir so am Herzen liegt zu treffen. Wie wars auf dem Funkturm??

    Viele Grüße von Mareike und ich hoffe, dass wir uns bald mal wieder sehen.

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  49. Liebe Doreen,
    Mensch du! Ich bin ganz bei dir und bewegt von deinen Worten.
    Sonntagmorgen habe ich an dich gedacht. Ich bin wach geworden und auf meinem Handy erinnerte mich die Terminfunktion an das Bloggertreffen. Mir war im Vorhinein gar nicht bewusst an welch denkwürdigem Tag das stattfinden sollte.
    Und als ich diesen Post, deine Worte hier las hätte ich dich gerne feste gedrückt.
    Ich habe den Mauerfall damals nicht sehr bewusst mitbekommen. Ich war Zehn und ziemlich entfernt von solchen Themen. Meine einzige Erinnerung ist, wie unsere gesamte Familie und die Nachbarn zusammen vor dem Fernseher saßen und die Geschehnisse verfolgten. Wir hatten auch Verwandte in der ehem. DDR und einige Zeit später, ich weiß gar nicht wie viel später, gab es mal ein großes Familientreffen in HH.
    Wenn ich heute Bilder im Fernsehen sehe, kommen mir immer die Tränen. Für mich ist und bleibt es trotz allem unerklärlich, wie so eine Mauer überhaupt entstehen kann. Das ist doch Wahnsinn und gerade deswegen empfinde ich die Freude der Menschen beim Mauerfall umso intensiver. Genau so geht es mir wenn ich deine Geschichte, heute sogar zum zweiten Mal, lese.
    Fühle dich von mir umarmt, ich drücke dich abschließend virtuell.
    Ganz liebe Grüße
    Nadine

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  50. Liebe Doreen,
    was für bewegende Zeilen...... deine Post berührt mich tief!
    Der Fall der Mauer war wohl für uns alle eine riesige Erleichterung und hat auf der ganzen Welt eine grosse Welle der Freude ausgelöst! Ich kann mich noch gut an den damaligen TV-Bericht erinnern!
    Danke für deinen so ehrlichen Post.
    Herzensgrüassli
    Yvonne

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  51. Liebste Doreen!
    Bin wieder da und freu mich wie Bolle.....und guck mich wieder grad im Bloggerland um.... und habe grad deinen Bericht gelesen.
    Vor ein paar Tagen kam doch im 1. Programm ein toller Film über die Grenzöffnung Bornholmer Straße und mein Schatz und ich hatten Tränen in den Augen beim Gucken. Auch jetzt beim Lesen deines Berichts ist es jetzt so.... Das war so eine bewegende Zeit, die man im Leben nie wieder vergisst. Eine so intensive Zeit, die Spuren hinterlässt. Auch die Zeit in der damaligen DDR, ganz bestimmt. DANKE dir für den tollen, sehr emotionalen Bericht, ich habe immer noch Gänsehaut!
    Drück dich und bis ganz bald
    Ulli

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  52. ich bin eine echte hansedeern aus rostock, liebe doreen :-) ....offiziell, mit ausreiseantrag -nach fast zwei jahren schikanezeit!- aus der ddr-staatsbürgerschaft entlassen...hat mich doch der grenzer tatsächlich gefragt, ob ich mir das mir zwei kindern auch gut überlegt hätte....!!!!! wir haben es nie bereut! ...aber ich hab heute noch immer ein mulmiges gefühl in meiner "heimatstadt"......
    lg nach berlin
    mickey

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  53. Liebe Doreen, ich habe Gänsehaut! Das ist wirklich ein sehr ehrlicher und bewegender Post! Ich war noch sehr jung als die Mauer fiel, aber ich erinnere mich noch genau an die Bilder die ich mit meinen Eltern im Fernseh gesehen habe. All die feiernden und glücklichen Menschen. Das hat mich damals sehr bewegt, wie dein heutiger Post! Liebste Grüße Kerstin B.

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