Freitag, 29. April 2016

Typisch für... meine Kindheit - Hans Dampf in allen Gassen

Ein spannendes Thema, welches Kebo da vorgeschlagen hat.
Tausend Gedanken hüpfen in meinem Kopf umher wie ein 
großer bunter Flummi. Gar nicht so leicht ihn unter  
Kontrolle zu bringen und einen roten Faden zu finden.

Wenn ich an meine Kindheit denke, macht sich 
augenblicklich ein riesiges warmes Gefühl in mir breit. 
Das Gefühl einer, von allem unbelasteten Freiheit,
für die ich meinen Eltern unheimlich dankbar bin.

Nicht dass der Eindruck entsteht, meine Eltern wären nicht
streng gewesen. Wenn es um Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit,
Ehrlichkeit und Manieren ging, gab es keine Kompromisse!
 Aber wenn ich mich an diese Regeln gehalten habe,
hatte ich wirklich alle Freiheiten und konnte den lieben, 
langen Tag tun und lassen was ich wollte.


 Im Grunde hatten sie auch kaum eine Wahl. Beide haben
42 Wochenstunden gearbeitet und mussten sich einfach
darauf verlassen, das bei mir alles läuft.  

Ich brauchte nie im Haushalt helfen - was wahrscheinlich 
auch daran lag, dass meine Mutter eine Überperfektionistin
ist und ich es ihr so und so nicht hätte Recht machen können.

Auch meinen Aktivitäten für die Schule haben sich auf ein
Minimum beschränkt - auf´s Mappe packen quasi.
Zum Glück war ich trotzdem eine gute Schülerin und ich
bin mir auch heute noch sicher, dass ein paar Einsen mehr
auf dem Zeugnis, mich nicht weiter gebracht hätten im Leben.
Dafür hatte ich soviel mehr Zeit, für alles was mir 
Spaß gemacht hat - das ist unbezahlbar!


Deshalb mein ständiger Appell an alle Eltern und Lehrer:
Lasst die Kinder so lange es geht Kinder sein!
Der Leistungsdruck und die Tretmühle des Lebens, die 
Pflichten und die Verantwortung kommen noch früh genug!
Diese unbelastete Zeit im Leben ist so kurz.

Wenn ich mich als Kind vor mir sehe, dann sehe ich eine
fast schüchterne und trotzdem ideenreiche, phantasievolle
und kontaktfreudige Weltenbummlerin. Gut, territorial 
gesehn war meine Welt schon ein wenig kleiner als 
heute und beschränkte sich maximal auf das sozialistische 
Ausland. Und das auch nur deshalb, weil mein Vater mir 
immer soviel wie möglich von der Welt zeigen wollte.


 Die Liebe zum Reisen habe ich also von meinem Vater.
Danke Papa! Für deinen unermüdlichen Einsatz uns
schöne Urlaubsreisen zu organisieren, was damals
 nicht einfach war - vom Geld mal ganz abgesehen.

Ich kann mich an überhaupt keine Ferien erinnern, in denen ich
nicht verreist war . Egal ob Sommer- ,Winter oder Herbstferien. 
Wenn ich nicht mit meinen Eltern an der Ostsee oder im Süden der
DDR im Skiurlaub war, dann war ich mit dem Chor unterwegs,
bei meiner Cousine in Mecklenburg oder im Ferienlager.


Zehn Wochen Ferien im Jahr in denen ich nur "auf 
Achse" war. Hans Dampf in allen Gassen! Manchmal hat 
es uns sogar ins Ausland verschlagen. Zur Konfirmation nach 
Budapest oder mit dem Flugzeug für einen Tag nach Prag. 
Sogar bis nach Polen bin ich gekommen - mit dem Chor.

Der Eisenbahner Kinderchor. Ein weiteres großes
Thema meiner Kindheit. Der Chor war relativ bekannt und
abgesehn von den 2 Proben jede Woche sind wir oft aufgetreten.

Kennt jemand von euch die Sendung "Ein Kessel Buntes?"
Da war ich ein paar mal im Fernsehen zu sehen und in 
dieser Kindersendung mit Wolfgang Lippert "Hey du"

Kennen wahrscheinlich nur die "Ossis" - wenn überhaupt... 
Und der Lippert ist ein richtiger Idiot, total unsympathisch, 
aber das nur am Rande. Das war schon eine aufregende Zeit,
 in der ich viel rumgekommen bin.


 Langeweile kam (und kommt) in meinem Sprachgebrauch
nicht vor. Wenn ich nicht mit Freunden verabredet oder bei
denen zu Besuch war, habe ich in meinem Zimmer gesessen 
und gelesen, gebastelt, gemalt und geschrieben.
 Viele Gedichte! Und sehr viele Briefe!

Da ich immer und überall Freundschaften geschlossen 
habe, hatte ich unzählige Brieffreunde. Hunderte Briefe gingen
damals hin und her und es gab nicht einen Tag an dem der 
Briefkasten leer war. Meine Eltern haben immer nur den Kopf 
geschüttelt und gefragt "WAS schreibst du da eigentlich alles?"


Mein Mann meinte neulich mit Blick auf den Blog "Na das 
hat sich ja bis heute nicht geändert." Nee! Eigentlich hat 
sich gar nichts geändert. Ich reise immernoch viel und gerne.
Ich singe im Kirchenchor - davor Musical und im Gospelchor
und ich lerne hier wieder so viele nette Menschen kennen,
mit denen ich mich oft und gerne austausche.

Nur eine Sache ist anders als damals:
Ich bin nicht mehr so frei in allem.
Aber das ist schon in Ordnung.
 Ich bin ja jetzt auch erwachsen ☺.


 Das war also ein kleiner Exkurs in meine Kindheit
Mit meinen heutigen Freitagsblümchen will ich mich
verabschieden und wünsche euch ein sonniges Wochenende.


Liebe Grüße aus Berlin
Doreen

☺☺☺

Kommentare:

  1. `Hans Dampf in allen Gassen´- Das kann ich mir gut vorstellen, liebe Doreen. ;-)))
    An vielen Stellen finde ich mich wieder, liegt wohl auch an dem Territorium, auf dem wir aufgewachsen sind. ;-))
    Den Begriff Leistungsdruck kannten wir in der Schule nicht, wie wahr, welch ein Glück für uns... und trotzdem ist aus uns was geworden.
    Ach... und die Brieffreundschaften.., wie habe ich sie geliebt.
    Tja... und heute lieben wir es zu bloggen und lernen dadurch immer wieder die bezauberndsten Menschen kennen.
    Der `Hans Dampf aus allen Gassen´ ist auch so ein Menschlein, welches mir ans Herz gewachsen ist.
    Herzliche Grüße von Heike

    AntwortenLöschen
  2. Liebe Doreen!
    Das ist ein wundervoller Einblick in deine reizende Kindheit.
    Ich finde übrigens auch, dass man die Kinder heutzutage viel zu früh ins Erwachsensein zwängt.
    Da braucht man sich dann auch nicht wundern, wenn es irgendwann zu seelischen Problemen kommt.
    Die Kindheit ist ein wichtiges Fundament, das einen Menschen prägt.
    Das mit den vielen Briefe und zuweilen Gedichte schreiben, ja das haben wir wohl absolut gemeinsam.
    Es stimmt schon, dass heute das Bloggen diese Dinge ein Stück weit ersetzt hat.
    Das Reisen stand in meiner Familie auch mit an oberster Stelle und mein Vater war auch hier stets die treibende Kraft und Organisator.
    Doch diese ständige Reiselust hat sich eher auf meine Schwester übertragen, als auf meine Person.
    Ich reise zwar auch gerne, aber bitte nicht mehr als einmal im Jahr und schon gar nicht über Feiertagen.
    Ich wünsche dir nun ein wundervolles Wochenende!
    SUSANNE

    AntwortenLöschen
  3. Danke für deinen Einblick in deine Kidheit, schön!
    Herzlichst
    yase

    AntwortenLöschen
  4. Moin Goldkehlchen!☺
    So liebevolle Einblicke in deine Kindheit.
    Und die Fotos dazu.
    Wünsche dir ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße, Kerstin

    AntwortenLöschen
  5. Liebe Doreen,
    sehr interessante Einblicke verschaffst du uns da ;-)))
    Die schwarz/weiß Fotos erinnern mich total an meine Kindheit.
    So, so Hans Dampf in allen Gassen - stimmt, passt heute noch, aber gerade das macht dich so sympatisch!
    Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
    Liebe Grüße Andrea

    AntwortenLöschen
  6. Liebe Doreen,
    was für eine süße Maus warst Du, (jetzt bestimmt auch noch ).
    Ich liebe so alte Bilder aus der Vergangenheit.
    Ich war auch mehr der Hans Dampf, aber das war auch kein Wunder bei zwei älteren Brüdern. Da will man ja mit halten. Und die wollten bestimmt nicht mit mir Puppen spielen.
    Reisen das habe ich früher auch immer sehr oft gemacht, doch jetzt bin ich lieber zu Hause im Urlaub. Aber an die Ostsee würde ich immer wieder gerne fahren.
    Gruß Ursula

    AntwortenLöschen
  7. Liebste Doreen, was für wundervolle Einblicke in deine Kindheit, unterstrichen von verblassten Fotos ... so richtig was für`s Herz, soooo rührend ist das! Ich wünsche dir einen wundervollen Abend, ein perfektes weekend, dein Meisje

    AntwortenLöschen
  8. Liebe Doreen,
    danke für die Einblicke in deine Kindheit. Süß die Fotos von dir. Man sieht aber auf allen Fotos ganz deutlich dass du das bist - du hast dich kaum verändert ;)
    Liebe Grüße
    Silke

    AntwortenLöschen
  9. Danke für den Einblick. Dein Plädoyer für die Kinder kann ich nur unterschreiben. lg Regula

    AntwortenLöschen
  10. ah wie schön, tolle und süße fotos
    Lasst die Kinder so lange es geht Kinder sein! - das sage ich auch immer!
    und bei mir war es auch so, meine eltern haben 6 tage die wochen gearbeitet :( ich hatte auch viel freiheit aber auch disiplin würde erwartet, sonst wäre alles nicht möglich
    liebe grüße
    regina

    AntwortenLöschen
  11. Hallo Doreen,
    ja also was Du da so schreibst, da erinnere ich mich als Wessi auch gut. Kinder deren Eltern /Elternteil gearbeitet hatten, sind in fast allen Ferien verschickt worden ;-) Ich schwärme heute noch von Otterndorf,Priwall, Riepenburg bei Hameln, Nürnberg usw.Ich war mit den Falken unterwegs,mit dem Schulchor...sowas alles hatten wir Wessis nämlich auch.Und nicht zu vergessen: Es gab zu meiner Kindheit/Jugend auch nur 4 Fernsehprogramme: 1. 2. 3. und den Osten: kiek mal was der Osten hat, hieß es oft. Mach mit machs nach, machs besser, Kessel Buntes, Meister Nadelör, Zwischen Frühstück und Gänsebraten gehörte Weihnachten zum Standardprogramm ;-)Und im übrigen waren die tollen Fernreisen für die allermeisten Wessis unerschwinglich.Ich glaube so ganz anders waren die Kinderzeit /Schulzeit nicht.Vielleicht bis auf die "Pflichtprogramme" . Ich fand es anrührend Deinen Bericht zu lesen. LG Petra

    AntwortenLöschen
  12. Das du dich nicht erst als Erwachsene in den Hans Dampf verwandelt hast, war mir klar.
    Und klar kenn ich ein Kessel Buntes und auch den Lippert aus dem Fernsehen. Für uns gab es auch in Berlin die Ostsender. Und die habe ich schon öfter geschaut, die hatten nämlich die richtig schönen Kinderfilme. Aber dich habe ich in dem Fernsehen nicht erkannt ☺
    Sei lieb gegrüßt,
    Andrea

    AntwortenLöschen
  13. Wieso wundert es mich nicht das du damals ein Hans Dampf in allen Gassen warst liebe Doreen....
    Wunderschön der Rückblick in deiner Vergangenheit.
    Hat mir gut gefallen du Weltenbummlerin.....
    Und das mit dem Lippert habe ich immer schon geahnt....
    Ganz liebe Grüße
    Jen

    AntwortenLöschen
  14. Liebe Doreen,
    das klingt nach einer richtig entspannten schönen Kindheit! Und ich bin als Kind und Jugendliche nie weit gekommen, meine Eltern haben mit dem Reisen erst angefangen, als sie in Rente gingen. Aber das habe ich dann als Erwachsene nachgeholt. Das mit dem Briefe schreiben jedoch, dass habe ich auch gemacht. Mit vielen deutschen Mädchen, die hier bei uns im Urlaub waren, habe ich jahrelang hin und her geschrieben und die Briefe hab ich immer noch im Keller, sowas kann man einfach nicht wegschmeißen. Und dann wochenlanges Warten auf Antwort, da haben wir es heute dank Internet schon leichter :-)
    Schönes Wochenende und ganz liebe Grüße,
    Kebo

    AntwortenLöschen
  15. Liebe Doreen,
    was für süße Bilder! Das hört sich wirklich nach einer tollen Kindheit an :o) Und deinen Appell an alle Eltern und Lehrer: "Lasst die Kinder so lange es geht Kinder sein!" kann ich nur unterstützen.
    Ich wünsche Dir ein tolles Wochenende.
    Liebste Grüße
    Kerstin B.

    AntwortenLöschen
  16. Liebe Doreen, vielen lieben Dank für den spannenden Exkurs. Super interessant :) Und die Fotos sind so schön, genau wie deine Blümchen.
    Hab noch einen schönen Sonntag.
    Ganz liebe Grüße
    Kama

    AntwortenLöschen
  17. Liebe Doreen,
    das klingt wirklich nach einer genossenen Kindheit! Ich glaube auch, dass Leistungsdruck nichts Positives erzeugt... Allerdings hab ich mich oft selbst unter Druck gesetzt, meine Eltern sahen da vieles lockerer als ich... Was deine Brieffreundschaften und nun das Bloggen betrifft, da b´gibt es bei uns Parallelen - und auch bei der Reiselust (die für uns Österreicher leichter auszuleben war, aber andererseits gab es natürlich auch da finanzielle Grenzen. Meistens fuhren wir mit dem Wohnwagen nach Kärnten, außerdem nach Kroatien und einmal sogar nach Korsika, was für mich Abenteuer pur war! Nur beim Singen gibt's keine Parallelen, das kann ich nämlich so schlecht, dass ich dabei sogar bei der Aufnahmeprüfung zur Kindergärtnerinnenschule durchgefallen bin ;o))

    Herzliche Rostrosengrüße an dich und die Deinen mit 2 oder 4 Beinen
    und einen schönen Sonntag!
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/04/flache-schuhe-diy-schuhe-schone-bluten.html

    AntwortenLöschen
  18. Liebe Doreen!
    Danke für den schönen Einblick in deine Kindheit. Du warst ein richtig süßer Fratz und bist ganz schön rumgekommen.
    Liebe Grüße,
    Nicole

    AntwortenLöschen
  19. Liebe Doreen,
    Dein kleiner kleiner Exkurs in Deine Kindheit war aber sehr schön! :-)
    Ja, die Unbeschwertheit, die man als Kind hatte ist wunderbar. Wie gut, wenn man bei lieben Eltern aufwächst, das macht doch jeden zu einem fröhlichen Menschen.
    Liebe Grüße schicke ich zu Dir!
    ANi

    AntwortenLöschen
  20. Liebe Doreen,
    eine schöne Kindheit ...
    und von "ein Kessel buntes" habe ich auch schon gehört ;-)

    Herzliche Grüße
    Jutta

    AntwortenLöschen
  21. Liebe Doreen,
    Was für ein wunderbarer, persönlicher Post! Am besten hat mir die "kleine Töpfchenheldin" an der Ostsee.
    Aus meiner Kindheit gibt es (durch einen Unglücksfall) leider fast gar keine Bilder....ich beneide Dich sehr!
    Liebe Grüße
    Smilla

    AntwortenLöschen
  22. Liebe Doreen,
    Was für ein wunderbarer, persönlicher Post! Am besten hat mir die "kleine Töpfchenheldin" an der Ostsee.
    Aus meiner Kindheit gibt es (durch einen Unglücksfall) leider fast gar keine Bilder....ich beneide Dich sehr!
    Liebe Grüße
    Smilla

    AntwortenLöschen
  23. Interessant, der Einblick in Deine Kindheit und
    Deinen Apell an alle Erwachsenen, den Kindern soviel Freiraum einzuräumen, wie es möglich ist, unterschreibe ich ganz dick und fett.
    Lieben Gruß
    Katala

    AntwortenLöschen
  24. Liebe Doreen,
    schön,, dass su auch bei Kebo dabei bist..hab deinen Blog noch nicht gekannt.
    Du warst ziemlich häufig in der Region, wo wir nun immer Ski fahren gehen, wenn es denn mal einen Winter gibt. Das Erzgebirge ist ja nicht so Schneesicher.
    1988 war ich mit meiner Freundin in Bulgarien und Ungarn gehörte zu den Lieblingsreisezielen. Damals hab ich aber noch in Leipzig gewohnt. Toll, der alte DDR-Wartburg mit Berliner Kennzeichen..:-)
    LG Sigrun

    AntwortenLöschen
  25. Liebe Doreen,
    ich habe deinen spannenden Post sehr genossen,
    denn erstens bin ich neugierig und zweitens kommt mir als "Ossi" ja so vieles bekannt vor. Den Kessel Buntes habe ich sehr gemocht, denn da durfte ich aufbleiben und mit meinen Eltern fernsehen. Und da bist du aufgetreten? - Toll.
    Gesungen hab ich nicht, sondern getanzt und bin damit auch nicht sonderlich weit rumgekommen, mehr so auf den Weihnachtsfeiern der Volkssolidarität und vor die Ehrentribüne am 1. Mai (kurzes Kleid im Schneesturm). Aber dafür gabs Freikarten für die Olsenbande.
    Du scheinst wirklich eine kesse Maus gewesen zu sein, eine hübsche auf jeden Fall. Ich glaub ich war zurückhaltender. Aber ich hatte eine ebenso unbeschwerte Kindheit und bin darüber sehr dankbar.
    Das Bild mit der Karottenjeans hat mich an meine erste Stone-Wash erinnert, die ich mir im Ferienlager in Polen gekauft hab vom selbst erarbeiteten Geld. In Berlin gabs die bestimmt eher.
    Und sag mal, bist du etwa ohne Kaltwelle durch die 80ziger gekommen?
    Ach nee, so schöne Erinnerungen.
    Ganz lieb, Jana

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Dauerwelle??? Na logo!
      Die Hose hatte meine Mutter von "drüben" mitgebracht, als sie kurz vorher dort ihre Tante besucht hat ☺☺☺
      Das waren noch Zeiten. Ick will se nich zurück! Natürlich nur aus politischer Sicht. Dauerwelle und Mamorjeans waren natürlich total lässig ☺

      Löschen
  26. Ich bin nicht von "drüben", aber den Kessel Buntes kenne ich trotzdem und Wolfgang Lippert auch, aber nicht persönlich.
    Trotzdem mag ich ihn nicht, ist nicht "mein Typ" in seiner Art.


    Petra hat es schon geschrieben, unsere Kinderzeit, ob Ossi oder Wessi, war gar nicht so sehr unterschiedlich.
    Nur, dass wir zu Weihnachten immer unsere Eltern nach Lebensmittelspenden (Schokolade, Kaffee, aber auch Perlonstrümpfen usw.) für ein "Ostpaket" fragen mussten.
    Das gab immer schlechte Laune bei den Eltern, weil sie zu damaliger Zeit für uns, ihre eigenen Kinder, selber kaum etwas hatten.
    Urlaub machten wir jahrelang, für 3 Wochen in den Sommerferien, bei einem wohlhabenden Onkel in Kiel. Er hatte ein eigenes Haus mit privatem Strand direkt an der Kieler Förde.
    Und Orangenlimonade....jeden Tag, soviel seine Kinder, mein Bruder und ich wollten. Und ein Segelboot, und ein Auto mit dem wir tolle Ausflugsfahrten machten und jeden Tag durften wir uns einen Lakritzlolli am Kiosk auf der Reventlowbrücke holen.
    Normalerweise bekamen mein Bruder und ich nur 5 Pfennig in der Woche für etwas Süsses
    Bei Süss Kram fällt mir noch ein....Ein anderer Onkel kam einmal im Jahr aus Amerika und brachte uns Kindern dann immer einen Karton mit Schokonussriegeln mit. Waaaahnsinn.
    Und zum Geburtstag durfte ich mir immer eine bestimmte Süßigkeit wünschen, mal waren es Negerküsse (die hiessen damals noch so), mal Lakritzschnecken, mal Schaumwaffeln, von denen mir dann alle Verwandten kleine oder auch grössere Mengen mitbrachten.
    Süsses war einfach Mangelware zu der Zeit, da meine Eltern finanziell knapp dran waren.
    Hach, ich könnt jetzt auch noch ewig weitererzählen.....schön war dein Bericht aus Kindertagen!
    Er hat sooooo viele schöne Erinnerungen hervorgerufen.
    Danke dafür und liebste Grüsse
    Gaby

    Sag mal, wo findest du eigentlich all die tollen Zettel mit den Sprüchen? Die find ich so genial als Postabschluss!!!

    AntwortenLöschen
  27. Ich bin nicht von "drüben", aber den Kessel Buntes kenne ich trotzdem und Wolfgang Lippert auch, aber nicht persönlich.
    Trotzdem mag ich ihn nicht, ist nicht "mein Typ" in seiner Art.


    Petra hat es schon geschrieben, unsere Kinderzeit, ob Ossi oder Wessi, war gar nicht so sehr unterschiedlich.
    Nur, dass wir zu Weihnachten immer unsere Eltern nach Lebensmittelspenden (Schokolade, Kaffee, aber auch Perlonstrümpfen usw.) für ein "Ostpaket" fragen mussten.
    Das gab immer schlechte Laune bei den Eltern, weil sie zu damaliger Zeit für uns, ihre eigenen Kinder, selber kaum etwas hatten.
    Urlaub machten wir jahrelang, für 3 Wochen in den Sommerferien, bei einem wohlhabenden Onkel in Kiel. Er hatte ein eigenes Haus mit privatem Strand direkt an der Kieler Förde.
    Und Orangenlimonade....jeden Tag, soviel seine Kinder, mein Bruder und ich wollten. Und ein Segelboot, und ein Auto mit dem wir tolle Ausflugsfahrten machten und jeden Tag durften wir uns einen Lakritzlolli am Kiosk auf der Reventlowbrücke holen.
    Normalerweise bekamen mein Bruder und ich nur 5 Pfennig in der Woche für etwas Süsses
    Bei Süss Kram fällt mir noch ein....Ein anderer Onkel kam einmal im Jahr aus Amerika und brachte uns Kindern dann immer einen Karton mit Schokonussriegeln mit. Waaaahnsinn.
    Und zum Geburtstag durfte ich mir immer eine bestimmte Süßigkeit wünschen, mal waren es Negerküsse (die hiessen damals noch so), mal Lakritzschnecken, mal Schaumwaffeln, von denen mir dann alle Verwandten kleine oder auch grössere Mengen mitbrachten.
    Süsses war einfach Mangelware zu der Zeit, da meine Eltern finanziell knapp dran waren.
    Hach, ich könnt jetzt auch noch ewig weitererzählen.....schön war dein Bericht aus Kindertagen!
    Er hat sooooo viele schöne Erinnerungen hervorgerufen.
    Danke dafür und liebste Grüsse
    Gaby

    Sag mal, wo findest du eigentlich all die tollen Zettel mit den Sprüchen? Die find ich so genial als Postabschluss!!!

    AntwortenLöschen
  28. Oh, das ist aber wirklich spannend, solche kleinen Rückblicke in die Vergangenheit lese ich immer unheimlich gern! Und die Bilder sind auch so schön, "Ungarn 1988" ist toll :D

    AntwortenLöschen
  29. Liebe Doreen!
    jaja, die Zeiten unserer Kindheit. Ich kann mir vorstellen, dass es sicher nicht immer einfach war, in der damaligen politischen Lage groß zu werden. Aber es sieht so aus, als wäre es damals trotzdem eine tolle Zeit gewesen.
    Ich habe auch gerade mal durch die Kommentare gescrollt... äh ja, mit Dauerwelle und Moonwashed Jeans kann ich auch dienen :-) OMG!!!!
    Ganz liebe Grüße zu Dir
    Vanessa

    AntwortenLöschen
  30. Liebe Doreen,
    Dank Dir für sooo viele schöne Erinnerungen, die gerade in mir aufploppen. Sehr sehr fein. ich habe meine Kindheit als großartige Zeit in Erinnerung - von der "politischen Lage" (was immer so viele in den Vordergrund rücken) haben mich meine Eltern nie etwas spüren lassen. Ich fand es auch in der Tschechei, Polen und der Slowakei toll. Wandern geht überall :-).
    Liebste Grüße
    Nadja

    AntwortenLöschen
  31. Wie spannend! Ich habe jedes Wort verschlungen und dich auf jedem Bild sofort erkannt. Wir sind nie übermäßig viel oder weit gereist, ich bin eher ein Reisemuffel, wenn ich ehrlich bin ...

    Jaja, die Mutter ist schon 'ne Marke ;-)
    Ich liebe meine orangefarbene Schuhe - an dir kann ich sie mir aber in der Tat auch gut vorstellen!

    Ganz viele liebe Grüße ... Frauke

    AntwortenLöschen