Oft sagt man ja "Oh, ich bin total verliebt,
in das und das" Oder "Ja, das liebe ich!"
Aber wenn es einen dann so richtig
erwischt, dann weiß man, ja, das ging
jetzt so richtig mitten ins Herz.
Sardinien
Ich kann gar nicht so genau
sagen, woran es lag, dass es mich
so erwischt hat. War es die Ursprüng-
lichkeit der Insel? Die tolle Landschaft?
Das türkisblaue Meer? Unsere tolle
und geschmackvolle Unterkunft?
Oder die offenen, herzlichen
kontaktfreudigen und feinsinnigen
Sarden die so ganz anders sind
als ihre Landsleute auf dem Festland?
Ich denke es war eine Mischung aus
allem! Vorallem lag es aber wohl an
dem traumschönen, geschmackvollen
der Seele dieses Bed & Breakfast
Christina und Giovanni.
Ich sag euch, hätte ich gekonnt,
hätte ich sie mir eingepackt und
mit nach Hause genommen. Ich
habe selten so herzliche Menschen
kennengelernt wie die beiden
Das schöne Haus und unsere riesigen
Räume, die eher an einen Palazzo
erinnern als an ein Zimmer, waren so
ganz nach meinem Geschmack.
Ein wenig Vintage, ein wenig
Jugendstil und immer so schön,
überhaupt nicht überladen
und mit Liebe zum Detail. Schon
alleine diese originalen Böden..
Und alles lichtdurchflutet und
ganz, ganz besonders und
einzigartig.
Bevor ich euch noch mehr von den
Zimmern zeige, nehme ich euch
erstmal mit zum Frühstück.
Das wird auf der Dachterasse mit
Meerblick serviert. Kann ein Tag
noch besser beginnen?
Ja kann er! Wenn man nämlich das
sensationelle Frühstück von den
beiden serviert bekommt. Obwohl
serviert fast der falsche Ausdruck
ist. Es wird zelebriert!
Nacheinander bringen sie Kuchen, den
Christina jeden morgen frisch backt,
Joghurt, Obstsalat und verschiedene
Sorten sardischen Honig.
Verschiedene selbstgemachte Marmeladen
im Laufe des Urlaubs waren es bestimmt
6 Sorten. Immer in kleinen Gläsern
serviert - eine Wertschätzung dieser
mit Liebe bereiteten Speisen.
Hier wird alles selbstgemacht, sogar der
Joghurt wird täglich neu angesetzt.
Gereicht werden sardische Spezialitäten.
Nie aus irgendeinem Supermarkt
- nein, alles frisch vom Markt.
Wer gerne isst und genießt, ist hier
genau richtig. Gute regionale Produkte.
Viel Liebe zu Lebensmitteln.
So was habe ich in der Form noch
nie irgendwo erlebt. Ja, es war
wirklich ein Erlebnis!
Jeden Morgen haben wir lange
dort gesessen und mit Christina
geschnattert und uns die schönsten
Ecken der Insel empfehlen lassen.
Mein Mann spricht italienisch,
aber die Beiden sprechen
auch englisch und sind immer
mit Feuereifer dabei einem
die besten Ausflugstipps zu geben.
Schon wenn man dieses einzigartige
Haus betritt, merkt man, dass es etwas
ganz besonders ist. Seht ihr die Decken?
An so was kann ich mich erfreuen!
Vom Eingangsbereich kommt man
geradezu in so eine Art Gewölbe.
Dort befindet sich eine Wohnküche
mit Kühlschrank und einem großen
Esstisch. Kochen kann man leider
nicht. Aber Brote schmieren für den
Strand, einen Salat zubereiten oder
eine Pizza von nebenan essen -
kein Problem. Geschirr ist vorhanden.
Über schmale Treppen kommt
man dann in die Zimmer. Unsere
waren ganz oben. Da wir zu viert
waren, hatten wir zwei Zimmer, die
durch einen total coolen Flur
miteinander verbunden waren.
Alles an diesem Haus ist irgendwie
besonders. Man hat immer was zu
schauen und zu entdecken.
Schon alleine diese irre hohen Decken.
Und die tollen Vintagemöbel.
Abends konnte man noch auf
dem kleinen Balkon gemütlich ein
Glas Wein trinken ...
...und zusehen, wie
die Abendsonne die Kirche
direkt nebenan, in ein rotes
Licht taucht. Das ist Erholung pur!
Ich hab mich nicht nur in Sardinen
oder das schöne B&B verliebt. Nein
auch Sorso, der Ort in dem wir
gewohnt haben hat es mir angetan!
Wir haben direkt am Piazza San
Pantaleo gewohnt. Dem Herz von Sorso
mit seiner wunderschönen Kirche.
Giovanni hat mich immer gefragt,
warum mir Sorso so gut gefällt.
Ich sage es euch. Weil es so ganz und
gar untouristisch ist. Hier findet hier
keine hippen Klamottenläden oder
Souveniershops. Aber es gibt
unzählige kleine Cafes und Omma
verkauft das Gemüse der Region
in so ganz kleinen Läden die oft
mehr an eine Garage erinnern als
an einen Gemüseladen.
Überhaupt wird hier vieles auf dem
Wochenmarkt gekauft, auf dem man
so gut wie keine Touristen sieht.
Ich habe es mal in schwarz/weiß
fotografiert weil es die Stimmung
schöner eingefangen hat.
Was Sorso noch so reizvoll macht?
Es liegt nicht weit vom Meer. 10 min
mit dem Auto entfernt gibt es einen
sehr schönen Strand der nicht so
überlaufen ist. Abends kommen die
Leute extra dort hin um die traumhaften
Sonnenuntergänge zu bestaunen.
Ich liebe es abends am Strand zu sein!
Aber auch am Tag ist es schön.
Das Wasser ist kristallklar, warm
und wird nur ganz langsam tiefer.
Ideal für Kinder. Meine waren den
ganzen Tag nicht herauszubekommen.
Es war traumhaft. Beim nächsten
mal muss ich euch dann noch
ein wenig von der Insel zeigen.
Wer jetzt richtig Lust auf den
Geschmack von Italien hat, für den
habe ich auch noch ein Rezept,
von meinen geliebten Pasticchini.
Zutaten für etwa 30 Törtchen,
je nach Größe der Form:
1 Ei,
100 g Butter,
50 g Zucker,
150 g Mehl,
Salz,
verschiedene Früchte,
Puddingpulver
(z.B. Schokolade oder Karamell),
Milch,
Zucker,
Frischkäse,
Himbeergelee
Zubereitung:
1.
Das Ei trennen und das Eiweiß zur
Seite stellen. Eigelb, 100 g Butter
in
kleinen Stücken, 50 g Zucker, 150 g
Mehl und eine Prise Salz erst mit
den
Knethaken des Handrührers,
dann mit den Händen zu einem
glatten
Teig verkneten.
2. Kleine Förmchen
ausbuttern und
wenig Teig (ca. 5 mm hoch) in die
Förmchen drücken. Mit
der Gabel
einstechen und im Ofen bei
200 Grad Ober- und Unterhitze 1
5
Minuten nicht zu dunkel backen.
Den Boden nach dem Backen sofort
dünn
mit Eiweiß bestreichen.
3.
Puddingpulver nach
Packungsanweisung
zubereiten. Frischkäse mit dem
Himbeergelee verrühren. Auf die
ausgekühlten Küchlein nach Belieben
einen Klecks Pudding geben oder
die Frischkäsecreme aufspritzen
und mit
dem Obst belegen.
Viel Spaß beim Nachbacken!
Macht reichlich, denn jeder
liebst sie und sie sind ratz fatz
aufgefuttert. So schnell kannst
du gar nicht gucken!
Liebe Grüße aus Berlin
Doreen